Lobbywatch untersucht, wer im Schweizer Parlament welche Interessen vertritt – und wie Geld die Politik beeinflusst. Hier findest du unsere grossen Rechercheprojekte mit Hintergrundbericht und Medienspiegel.
Rechercheprojekte
Projekt 1: Rapport de la transparence
Seit 2017 erhebt Lobbywatch, wie transparent Schweizer Parlamentarier:innen ihre bezahlten Mandate offenlegen. Unsere Transparenzberichte zeigen, welche Parlamentarier:innen wie viele bezahlte Mandate haben, wer die Löhne aus diesen offenlegt – und wer dazu schweigt! Aufgeschlüsselt in Transparenzquoten nach Partei, Rat, Geschlecht, Region, Alter und Branchen bietet der Bericht einen vertieften Einblick in die Transparenzbereitschaft der Schweizer Politik.
Transparenzbericht 2025
Nur 27 Prozent der Ratsmitglieder legen sämtliche Einkünfte aus bezahlten Mandaten vollständig offen, 56 Prozent legen zumindest einen Teil ihrer Einkommen offen. 44 Prozent schweigen komplett. Die Transparenz stagniert – trotz internationaler Kritik und gescheiterter Reformversuche im Parlament.
Revue de presse
- Südostschweiz: Viele Mandate, wenig Transparenz: Lobbywatch kritisiert Ständerat Beni Würth
- RTS Audio Le journal de 7h
- 20 Minuten: 20 Nebenjobs – aber beim Lohn bleiben viele Politiker stumm
- SRF: Wieso sind manche Parlamentarier transparenter als andere?
- SRF: Tagesschau Hauptausgabe
- SRF: Nebeneinkünfte im Milizparlament: Häufig nicht angegeben
- Blick: Nur 27 Prozent der Parlamentarier geben alle Einkünfte preis
- Watson: Nur 27 Prozent der Schweizer Parlamentarier legen Einkünfte komplett offen
Transparenzbericht 2024
Im Nachgang zu den Wahlen 2023 analysierte Lobbywatch die Transparenzbereitschaft im neu zusammengesetzten Parlament. Ganze 58 Prozent aller Ratsmitglieder legten zumindest teilweise offen, wie viel sie mit Mandaten in Unternehmen und Verbänden verdienen.
Revue de presse
- Beobachter: Die SVP wird immer transparenter
- Infosperber: Transparenz: Wirtschaftsnahe Politiker sträuben sich weiterhin
- SRF: Einige Lobbys verlieren im Bundeshaus massiv an Einfluss
- RSI: Lobby a Berna: chi sale e chi scende
- RTS: Les lobbies environnementaux, grands perdants des dernières élections fédérales
- RTR: Parlamentaris verds van cun la curuna
- Blick: Frauen sind bei Geldfragen transparenter als Männer
Transparenzbericht 2023
Im Oktober 2023 fanden nationale Wahlen statt. Im Voraus analysierte Lobbywatch die Transparenzbereitschaft der Wiederkandidierenden National- und Ständerät:innen. Die Auswertung ergab eine Steigerung der Offenlegungsquote auf 56 Prozent. So viele Abgeordnete gaben zumindest teilweise an, wie viel sie mit bezahlten Mandaten bei Unternehmen und Verbänden verdienen.
Revue de presse
- Bund: Über die Hälfte der Bisherigen legt Mandatseinkünfte offen
- Blick: Die Hälfte der Bisherigen legt Mandatseinkünfte offen
- 24heures: Les candidats à leur réélection sont plus transparents qu’en 2019
- Swissinfo: Members of parliament becoming more transparent about their income
- Zentralplus: 56% geben Einkommen aus Mandaten an
- RTR: Radund 50% da las persunas en il parlament decleran lur entradas
- Le Matin: Les élus qui se représentent sont plus transparents qu’en 2019
- Beobachter: Immer mehr Parlamentarier legen ihre Nebeneinkünfte offen
Transparenzbericht 2020
Lobbywatch recherchierte 2020 die Offenlegungsquote der neu gewählten Parlamentarier:innen der nationalen Wahlen 2019. Die Grünen schwingen oben aus, die SP folgt mit Abstand, und die Politikerinnen und Politiker der SVP verweigern jeglichen Einblick in ihre Finanzen.
Revue de presse
- RTS: Les nouveaux parlementaires plus nombreux à dévoiler leurs revenus
- NZZ: Lobbywatch: Viele Parlamentsmitglieder deklarieren ihre Einkünfte
- Beobachter: Neues Parlament ist bei Einkünften transparenter
- 24heures: Plus de la moitié des nouveaux élus jouent la transparence
- Tages-Anzeiger: Diese Parlamentarier deklarieren ihre Einkünfte
- SRF: Jeder zweite Rats-Neuling legt Nebeneinkünfte offen
- Infosperber: Zu wenig Transparenz im Parlament
Transparenzbericht 2019
Vor den nationalen Parlamentswahlen 2019 analysierte Lobbywatch die Transparenzbereitschaft der Wiederkandidierenden. Gerade mal ein Drittel aller Kandidierenden legten gegenüber Lobbywatch ihre Einkünfte aus bezahlten Mandaten offen, der Rest wollte nichts preisgeben.
Revue de presse
- Beobachter: L’espoir du prochain parlement
- Zentralplus: Das verdienen Zuger und Luzerner Bundespolitiker mit ihren Nebenmandaten
- Republik: Ist Lobbying eine Gefahr für die Demokratie?
Transparenzbericht 2018
Un an avant les Élections fédérales, la transparence au Parlement fédéral laisse encore à désirer : un peu moins d'un quart de ses membres révèle ses gains obtenus grâce à son mandat.
Revue de presse
- RTS: Les nouveaux parlementaires plus nombreux à dévoiler leurs revenus
- NZZ: Lobbywatch: Viele Parlamentsmitglieder deklarieren ihre Einkünfte
- Beobachter: Neues Parlament ist bei Einkünften transparenter
- 24heures: Plus de la moitié des nouveaux élus jouent la transparence
- Tages-Anzeiger: Diese Parlamentarier deklarieren ihre Einkünfte
- SRF: Jeder zweite Rats-Neuling legt Nebeneinkünfte offen
- Infosperber: Zu wenig Transparenz im Parlament
Projekt 2: Tabaklobby-Bericht
Mit 96 von 100 möglichen Punkten belegt die Schweiz im «Global Tobacco Industry Interference Index 2025» den vorletzten Platz weltweit – schlechter als jedes andere europäische Land. Lobbywatch hat mitrecherchiert und legt das Netzwerk der Tabaklobby offen: rund dreissig Parlamentsmitglieder mit direkten oder indirekten Verbindungen zur Tabakindustrie, ein verwässertes Tabakproduktegesetz – und Parteispenden von Philip Morris an SVP und FDP.
→ Global Tobacco Industry Interference Index 2025 als PDF
Projekt 3: Politik gegen Geld
Wer in einer parlamentarischen Kommission sitzt, ist für Lobbys besonders wertvoll – und das lassen sich viele bezahlen. Lobbywatch hat 2021 sechs Lobbygruppen in drei Schlüsselkommissionen analysiert und zeigt: Finanzkräftige Branchen wie Krankenkassen, Banken und Versicherungen sichern sich ihren Einfluss systematisch über bezahlte Mandate.
→ Recherchedossier als PDF
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